Leseprobe

MittelmeerLeben

Tauchexkursion zu den küstennahen Lebensgemeinschaften eines einzigartigen und sensiblen Ökosystems.
Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

512 Seiten, ca. 1500 Fotos, Grafiken, Illustrationen und Abbildungen

In ihnen passiert Erstaunli­ches: Schnecken, die mit gestohlenen Pfeilgiften Feinde abwehren; Tintenfische, die nur wenige Jahre alt werden, aber über mehr Hirnzellen verfügen als Ratten; Fische, die in Abhängigkeit ihres sozialen Umfelds das Geschlecht wechseln.

Die Vielfalt der Arten, Lebensräume und Lebensgemeinschaften macht den Taucher ratlos. Welche Umweltfaktoren binden ein Lebewesen an seinen Standort? In welchen Beziehungen stehen Organismen zueinander? Und warum sehen so viele Meerestiere wie Pflanzen aus? Mit über 1600 Unterwasserfotos aus Tiefen zwischen 1–110 Meter, anschaulichen Grafiken, einem leicht verständlichen und dennoch umfassenden Text, bringen die Autoren Licht in das Dickicht der Algen- und Tierwälder. Dem Taucher und Naturfreund helfen sie, Ordnung in die Formenfülle und das schein­bare Durcheinander des küstennahen Biotopsystems zu bringen.
Zugleich ist das Mittelmeer das am meisten bedrohte und ausgebeutete Meer der Welt. Insofern ist »MittelmeerLeben« auch ein starkes Plädoyer für einen zeitgemäßen Artenschutz: Priorität hat die Rettung intakter Öko­systeme und funktionierender Lebensgemeinschaften. Dieser Ansatz erfordert einen unverstellten Blick auf die marine Umwelt und eine Erhaltungsstrategie, in der Ökosystemdienstleister wie Kalkrotalgen, Röhrenwürmer und Co. die gleiche Lobby haben wie Delfine und Meeresschidkröten.

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